Turniere – Ausschreibungen – Berichte

DTV-Mitgliederversammlung 2026 in Schloss Nymphenburg

Der neue Vorstand. Details zu den neuen Vorstandsmitgliedern finden Sie auf der Seite
Der neue Vorstand. Details zu den neuen Vorstandsmitgliedern finden Sie auf der Seite "Vorstand".

Zeitlose Werte, neue Impulse - Der DTV stellt die Weichen für 2026. Am 21. März 2026 fand die Jahreshauptversammlung des DTV in München statt. Neben der Neubesetzung des Vorstandes stand als Begleitprogramm der Besuch des Marstallmuseums unter fachkundiger Führung auf dem Programm.

Das Wochenende vom 20. bis 21. März in München war für den DTV mehr als eine formale Zusammenkunft. Vor der geschichtsträchtigen Kulisse von Schloss Nymphenburg trafen sich die Mitglieder, um das kulturelle Erbe der Fahrkunst zu reflektieren und zugleich die Weichen für eine moderne, zukunftsfähige Strategie zu stellen. Schon beim inoffiziellen Auftakt am Freitagabend in geselliger Runde war Gelegenheit für einen freundschaftlichen Austausch unter Gleichgesinnten und das Kennenlernen neuer Mitglieder. 

Die offizielle Veranstaltung begann am nächsten Morgen mit einer exklusiven Führung durch das Marstallmuseum von Schloss Nymphenburg, das eigens für den DTV früher öffnete. Dieser Programmpunkt bot fachliche Highlights, denn unter der Leitung von Historikerin Dr. Magdalena Bayreuther und Diplom-Restaurators Heinrich Piening erhielten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer tiefe Einblicke in die Prachtwagen des kurfürstlichen bayerischen Hofes der Wittelsbacher, insbesondere des Königs Ludwigs II.

 

Zäsur und Kontinuität: Das neue Vorstandsteam

Nach einem gemeinsamen Mittagessen im Max-Emanuel-Saal widmete sich die Versammlung im Rahmen der Jahreshauptversammlung der personellen Neuausrichtung. Hierbei wurde erstmals ein geschlossenes Expertenteam „en block“ zum neuen Vorstand gewählt. Das neue Gremium vereint hochkarätige berufliche Kompetenzen aus Strategieberatung, Recht, Öffentlichkeitsarbeit, Marketing und Wissenschaft mit tiefer Leidenschaft und Expertise für den Fahrsport.

Die Vision: Tradition lebendig erhalten

Das Ziel des neuen Teams ist klar: Den DTV für die kommenden Jahre zukunftsfähig aufstellen und auch für die jüngere Generation öffnen. Geplant sind z.B. Einsteigertage, Workshops und Seminare zu vielfältigen Themen wie Anspannungsarten, passender Kleidung und der Wahl der richtigen Pferde. In diesem Zuge lädt der neue Vorstand alle Mitglieder ein, geplante Veranstaltungen frühzeitig dem Verband mitzuteilen und auch konkrete Wünsche für Veranstaltungen sowie natürlich weitere Anregungen persönlich oder z.B. per E-Mail, an den Vorstand heranzutragen.

Werden auch Sie Teil der Gemeinschaft!

Wussten Sie schon? Egal, ob Sie begeistert Kutsche fahren (und vielleicht sogar eine historische Kutsche ihr Eigen nennen), oder einfach das Flair und die Geselligkeit schätzen - um dabei zu sein, müssen Sie nicht einmal eine eigene Kutsche besitzen! Viele unserer Mitglieder haben als Zuschauer oder Mitfahrer begonnen, bei Events des DTV Kontakte geknüpft und so ihren Weg in diesen besonderen Sport gefunden. 

Wir laden Sie herzlich ein, die Atmosphäre bei unseren kommenden Veranstaltungen 2026 zu erleben und dabei ganz unkompliziert ins Gespräch zu kommen. 

Die Termine der neuen Saison finden Sie auf dieser Webseite oder schreiben Sie uns eine Mail an mail@dtv-tradition.de. Wir freuen uns auf Sie!


Über das Marstallmuseum

Das Marstallmuseum zählt aufgrund der reichen Sammlung zu den bedeutendsten seiner Art weltweit. Es befindet sich in der historischen „Leibpferde-Stallung“ in den südlichen Kavaliersgebäuden von Schloss Nymphenburg. In dem Stallgebäude, das 1740 unter Kurfürst Karl Albrecht fertiggestellt wurde, standen einst während der Sommermonate die kostbaren Reitpferde der Wittelsbacher. Im Winter waren die fürstlichen Pferde und Kutschen in den Hauptstallungen und Remisen am Marstallplatz nahe der Münchner Residenz untergebracht.

1923 eröffnete dort in der ehemaligen von Klenze erbauten Hofreitschule das erste Marstallmuseum. Die Überführung der Sammlung Ende 1939 nach Schloss Nymphenburg und die Zerstörung des weitläufigen Marstallkomplexes in der Münchner Innenstadt führten 1950 zur Eröffnung des heutigen Marstallmuseums.

Mit über vierzig repräsentativen Kutschen, Schlitten und Reitzubehör aus Wittelsbacher Besitz dokumentiert das Museum dreihundert Jahre fürstliche Wagenbaukunst sowie Fahr- und Reitkultur. Das Glanzstück des Museums ist seit jeher der Krönungswagen Kaiser Karls VII., einer der schönsten Staatswagen des französischen Rokoko. Der reiche Bestand an Wittelsbacher Gala-Kutschen und -Schlitten findet im 19. Jahrhundert seinen Höhepunkt in den Prunkfahrzeugen König Ludwigs II.

Prächtige Geschirre, kostbares Reitzubehör und historische Bilddokumente lassen die höfische Welt des Reisens und Repräsentierens lebendig werden. Ein neu gestalteter Raum skizziert zudem die Entwicklung des Münchner Hof-Marstalls vom 16. bis zum frühen 20. Jahrhundert. Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen hier die Menschen, die einst am Marstall beschäftigt waren.